Great Plains Foundation: Female Ranger Programme wächst weiter – Neue Initiativen für 2026

Die Stiftung stellt neueste Entwicklungen vor – darunter die „Give to Gain“-Initiative zum Internationalen Frauentag 2026

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Great Plains Foundation’s Female Ranger Programm – Bilder-Download hier

 

 

Februar 2026…// Die Great Plains Foundation, die gemeinnützige Partnerorganisation des vielfach ausgezeichneten Naturschutz-Tourismusunternehmens Great Plains, gibt aktuelle Einblicke in ihr renommiertes Female Ranger Programm in Botswana und Simbabwe.

Das Programm wurde 2022 von den Great-Plains-Gründern sowie National-Geographic-Filmemachern und Explorers-at-Large Dereck und Beverly Joubert ins Leben gerufen. Es unterstützt Frauen dabei, durch fundierte Ausbildung und den Einsatz als Wildlife Rangerinnen zu Hüterinnen einiger der bedeutendsten Wildnis- und Naturlandschaften Afrikas zu werden. Dabei werden Barrieren überwunden, Vorbilder geschaffen und neue Maßstäbe im Naturschutz gesetzt.

Neuigkeiten 2026 und die „Give to Gain“-Initiative

Im Jahr 2026 wird das Female Ranger Programme weiter ausgebaut – mit dem klaren Ziel, den Anteil von Frauen in den Rangerteams beider Länder deutlich zu erhöhen.

Seit dem Start 2022 in Botswana – mit fast 200 Bewerbungen für zunächst sechs Ausbildungsplätze – ist das Programm stetig gewachsen. Ende 2025 waren 17 Biodiversity Rangerinnen in Botswana und vier in Simbabwe im Einsatz, jeweils in zentralen Schutzgebieten: im Okavango Delta sowie im Sambesi-Tal.

Bis Ende dieses Jahres sollen acht weitere Rangerinnen in Botswana und sechs in Simbabwe eingestellt werden – eine Steigerung der Gesamtzahl um über 66 Prozent.

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 steht das Programm unter dem Motto „Give to Gain“. Die Initiative betont Großzügigkeit und Zusammenarbeit als Schlüssel zu mehr Geschlechtergerechtigkeit – ein zentrales Anliegen der Stiftung. Ziel ist es, Mittel für die Einstellung und Ausbildung weiterer Rangerinnen zu sammeln. 15.000 US-Dollar decken die Kosten für Rekrutierung, Ausbildung, Ausrüstung und das Jahresgehalt einer Rangerin.

Das Programm befindet sich in einer entscheidenden Wachstumsphase. Mit zusätzlicher Unterstützung sollen:

  • Rangerteams und Unterkünfte erweitert werden
  • Fortgeschrittene Ausbildung und Weiterbildung gefördert werden
  • Wichtige Ausrüstung für Patrouillen und Monitoring bereitgestellt werden
  • Die Umweltbildung in den Gemeinden weiter vertieft werden

Warum weibliche Ranger?

 Erfahrungen zeigen, dass Rangerinnen Konflikte häufig deeskalierend lösen und dadurch konstruktivere Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften aufbauen. Ihr Engagement für den Schutz von Natur und Wildtieren ist außerordentlich – oft mit einer Hingabe, die sie mit dem Schutz der eigenen Familie vergleichen.

Da Frauen in ihren Dorfgemeinschaften meist stark vernetzt sind, erhalten sie zudem häufiger Hinweise auf Wilderei oder illegale Aktivitäten.

Für Frauen in Gemeinden an Schutzgebietsgrenzen bietet der Beruf der Wildtier-Monitorin eine einzigartige Chance: Sie erwerben spezialisierte Fachkenntnisse, erreichen wirtschaftliche Unabhängigkeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter.

Langfristig strebt Great Plains an, ein zertifiziertes Ausbildungsprogramm für Wildlife- und Umwelt-Feldkompetenzen in Botswana und Simbabwe zu etablieren – für Frauen, die sonst kaum Zugang zu weiterführender Bildung hätten. Darüber hinaus sollen Rangerinnen eine Plattform erhalten, um ihre Geschichten zu erzählen und ihr Wissen weiterzugeben – auch innerhalb des eigenen Great-Plains-Teams.

Erfolgreiche Bewerberinnen absolvieren ein zehnmonatiges Ausbildungsprogramm mit Inhalten wie:

  • Computerkenntnisse
  • Wildnis- und Naturtraining
  • Fahrzeugwartung
  • Erste Hilfe (Level 1)
  • Wissenschaftlich fundierte Monitoring-Techniken
  • Bushcraft
  • Bootsführung und -wartung
  • 4×4-Fahrtraining
  • Naturschutzbezogene Berichterstattung
  • Managementgrundlagen

Im Einsatz steuern Rangerinnen Patrouillenfahrzeuge, nutzen Monitoring-Technologie und dokumentieren ökologische Veränderungen. Sie erfassen Tierbewegungen, kartieren Bestände und beobachten ökologische Entwicklungen – unverzichtbare Instrumente für den langfristigen Schutz sensibler Ökosysteme.

Die Teams arbeiten eng mit staatlichen Strafverfolgungsbehörden in Botswana und Simbabwe zusammen. Dies stärkt den Informationsaustausch und gewährleistet zugleich die Sicherheit der unbewaffneten Rangerinnen.

Langfristig setzt das Projekt ein starkes Zeichen: Es schafft Akzeptanz in den Gemeinden, fördert Teilhabe und trägt entscheidend dazu bei, Afrikas einzigartige Tier- und Pflanzenwelt für kommende Generationen zu bewahren.

Rangerinnen im Porträt

Ms Rachel Sibanda, Biodiversity Ranger, Simbabwe

Great Plains Foundation Female Rangers
Great Plains Foundation Female Ranger Rachel Sibanda

Der Weg von Ms Rachel Sibanda in den Naturschutz begann mit ihrer Leidenschaft für Tourismus und Gastgewerbe, die sie zu einem Studium am Mushandike College in Masvingo führte. Dort entdeckte sie ihre Begeisterung für den Wildtierschutz, nachdem sie von selbstbewusst auftretenden Rangerinnen inspiriert wurde, die ihre Aufgaben mit großer Professionalität erfüllten. Dieser prägende Moment bestärkte sie darin, sich dem Studium von Wildtiermanagement und Naturschutz zu widmen. 2022 trat sie der Great Plains Foundation als Biodiversity Ranger bei.

Als Rangerin in einem traditionell männerdominierten Berufsfeld stellt sich Ms Sibanda der Herausforderung, Barrieren mit Resilienz, harter Arbeit und großem Engagement zu überwinden. Sie spielt eine aktive Rolle beim Schutz der Wildtiere und arbeitet eng mit Gemeinden zusammen, die in der Nähe von Schutzgebieten leben. Durch Schulprogramme, Kinder-Camps und Informationsinitiativen sensibilisiert sie junge Menschen für Naturschutz, das Zusammenleben von Mensch und Tier sowie nachhaltige Entwicklung.

Ms Sibanda ist überzeugt von der bedeutenden Rolle von Frauen im Naturschutz. Ihrer Ansicht nach bringen Rangerinnen Empathie, Ausdauer und ausgeprägte Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit Gemeinden mit. Sie setzt sich für eine inklusivere Zukunft ein, in der Frauen eine stärkere Rolle bei der Gestaltung des Naturschutzes und beim Erhalt des natürlichen Erbes übernehmen.

 

Ms Othusang Saendo, Wildlife Ranger, Botswana

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Ms Othusang Saendo wurde durch ihr Aufwachsen in einer ländlichen Gemeinde, in der die Natur die meisten grundlegenden Bedürfnisse deckte, dazu inspiriert, Rangerin zu werden. Diese tiefe Verbundenheit motivierte sie, eine Laufbahn im Naturschutz einzuschlagen – mit dem festen Wunsch, natürliche Ressourcen für künftige Generationen zu bewahren. In ihrer Rolle als Rangerin ist sie aktiv in Patrouillen und im Monitoring natürlicher Ressourcen tätig. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Leitung von Patrouillen, das Steuern von Booten, Fotodokumentation, das Verfassen von Berichten sowie Erste-Hilfe-Einsätze.

Ms Saendo ist es ein besonderes Anliegen, eng mit den umliegenden Gemeinden zusammenzuarbeiten. In ihrer Position als Rangerin nutzt sie ihre Rolle, um andere – insbesondere Frauen und Mädchen – zu informieren und zu inspirieren, sich aktiv für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Durch ihre Arbeit hat sie ausgeprägte Führungsstärke, Selbstvertrauen, Resilienz und ein klares Verantwortungsbewusstsein entwickelt. Mit Leidenschaft, Entschlossenheit und dem Mut, groß zu träumen, ermutigt sie junge Frauen, ebenfalls eine Zukunft im Naturschutz anzustreben.

 

Ms Olivia F Marimara, Biodiversity Monitor, Simbabwe

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Ms Olivia F. Marimara ist als Biodiversity Monitor im Female Ranger Programme von Great Plains in Simbabwe tätig. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Naturschutz, Nachhaltigkeit und die Verbindung zwischen Gemeinden und natürlichen Ressourcen. In ihrer Forschung untersucht sie, wie nachhaltige Technologien die Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften verbessern und gleichzeitig den Naturschutz stärken können – insbesondere in Schutzgebieten.

Ihre Leidenschaft für den Naturschutz entwickelte sich aus einer frühen Neugier für die Natur und einer prägenden Schulreise in den Hwange-Nationalpark. Dort weckte der Besuch der Painted Dog Conservation Organisation ihr besonderes Interesse am Schutz von Wildtieren und am harmonischen Zusammenleben von Mensch und Tier. Dieses Erlebnis ebnete den Weg für eine berufliche Laufbahn, die dem Umweltschutz und nachhaltigen Lebensmodellen gewidmet ist.

Auch privat ist Ms Marimara als begeisterte Tierfotografin aktiv. Besonders motiviert sie die Feldforschung und das Entdecken neuer Zusammenhänge – vor allem die Frage, wie sich Ökosysteme an den Klimawandel anpassen und wie sich diese Erkenntnisse in praktikable Lösungen übertragen lassen. Langfristig strebt sie einen Master of Science in Sustainable Technology and Livelihoods an und möchte gemeinschaftsbasierte Initiativen entwickeln, die nachhaltige und wirkungsvolle Veränderungen für Mensch und Umwelt schaffen.

 

Eine Unterstützung der Great Plains Foundation mit einmaligen Spenden sowie einer monatlichen Unterstützung als Fördermitglied sind möglich unter: www.greatplainsfoundation.com/donate 

Für weitere Informationen über die Great Plains Foundation, besuchen Sie www.greatplainsconservation.com.

Für weitere Informationen über das Female Ranger Programme, besuchen Sie https://greatplainsfoundation.com/female-rangers/

 

Über die Great Plains Foundation

Die Great Plains Foundation schützt und erweitert natürliche Lebensräume in Afrika durch innovative Naturschutzinitiativen mit einem langfristigen Engagement für Umwelt, Wildtiere und lokale Gemeinschaften.

Als gemeinnützige Organisation baut sie auf dem Erfolg ihres Mutterunternehmens im Naturschutz-Tourismus, Great Plains, auf, um Programme zu identifizieren und umzusetzen, die das Zusammenspiel von Mensch, Land und Tierwelt gezielt stärken.

Durch diese drei zentralen Elemente erzielen die Initiativen und Partnerschaften der Great Plains Foundation eine nachhaltige und langfristige Wirkung für Afrikas ikonische Wildtiere und einzigartigen Naturlandschaften.

 www.greatplainsfoundation.com